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Endocrine Abstracts

Einleitung: Hyperkalzämie ist eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen. Die meisten ambulanten Fälle sind auf primären Hyperparathyreoidismus zurückzuführen und verlaufen mit chronischer und niedrig-mäßiger Hyperkalzämie. Wir berichten über einen Fall von akuter und schwerer Hiperkalzämie unbekannter Herkunft. Diagnoseverfahren diskutiert.

Fallbericht: Ein 53-jähriger Mann wurde aufgrund einer fortschreitenden Bewusstseinsverschlechterung in den letzten 48 Stunden auf die Intensivstation eingeliefert, was zu einem Atemversagen führte, das eine orotracheale Intubation erforderte. Die Krankengeschichte, die bei seinen Verwandten gesammelt wurde, ergab, dass der Patient stark rauchte und in den letzten 2 Monaten an analgesieresistenten Lendenschmerzen gelitten hatte. Zulassung Laborroutine hervorgehoben Nierenfunktionsstörungen, eine deutliche Neutrophilen Leukozytose und akute Phase Reaktanten Elevation. Es wurde eine kraniale und thorako-abdominale CT-Untersuchung durchgeführt, die eine rechte basale Lungenkondensation ohne Massen oder pathologische Verbesserungen sowie eine quetschende L4-Fraktur zeigte. Ein 12 mm Halsknoten wurde unter dem rechten Schilddrüsenlappen beobachtet, was auf ein mögliches Nebenschilddrüsenadenom hindeutet. Anschließend wurde ein extrem hoher Serumcalciumspiegel (19,3 mg/dl) festgestellt. Vor den analytischen und radiologischen Befunden wurde die Endokrinologische Abteilung zur Untersuchung und Behandlung einer wahrscheinlichen Nebenschilddrüsenkrise konsultiert. Eine erweiterte Untersuchung des Phospho-Calcium-Metabolismus zeigte zusätzlich zu Hyperkalzämie niedrigere normale i-PTH–Spiegel (15,1 pg / ml, N: 15 – 68,3 pg / ml), verringerte Spiegel von 25-OH-Vitamin D (7,8 ng / ml, N> 30 ng / ml), Hyperkalzurie (792 mg / 24 h) und Hypophosphaturie (0,38 g / 24 h). Diese Ergebnisse führten zu hohen PTHrP-Spiegeln (5,7 pmol / l, normal <2,0 pmol/ l). Ein zervikaler Ultraschall identifizierte den zervikalen Knoten als Adenopathie. Nach Dialyse und Zoledronat war die Hyperkalzämie umgekehrt. Unter den Studien, die nach versteckten Neoplasien suchten, zeigte nur eine Knochenmarkbiopsie eine Infiltration durch Plattenepithelkarzinome, ohne den Primärtumor durch einen anderen Test nachweisen zu können.

Schlussfolgerungen: Hyperkalzämie ist ein häufiger analytischer Befund und erfordert eine adäquate ätiologische Charakterisierung für eine adäquate Diagnose und eine adäquate Therapieplanung. Wir heben die ungewöhnliche Beobachtung einer schweren und akuten Hyperkalzämie-Entwicklung als primäre Präsentation eines Neoplasmas hervor, dessen primäre Lokalisation nicht offensichtlich sein konnte.

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